Die zweite Eroberung von Kopenhagen

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Anya Amasowa ließ den Wagen der sowjetischen Botschaft einige Meter vor dem Haupteingang halten. 
Das war kein Fehler des Protokolls, sondern einer seiner seltenen gelungenen Gelegenheiten.
„Ich komme gleich nach.“, sagte sie zu dem Wirtschaftsattaché, der neben ihr saß. Dieser nickte nur gehorsam.
 Vor der Nordhavn Arena standen Photographen, Wagenkolonnen, Sponsoren und höfliche Menschen. Anya hatte nichts gegen Photographen. Sie hatte sogar eine gewisse Zuneigung zu ihnen, solange sie glaubten, ein Gesicht sei interessanter als eine Tür, ein Kleid wichtiger als ein Liefergang und Schmuck aussagekräftiger als ein Sicherheitsplan.
Sie ging um die Gebäudeecke zum östlichen Nebeneingang. Dort war Kopenhagen weniger festlich. Der Wind kam schärfer vom Hafen herüber, trug Salz, Diesel und den Geruch veralgter Kaimauern mit sich. Hinter den Glasfassaden der Arena glitt rotes Licht über weiße Flächen. Von dieser Seite sah das Gebäude nicht wie eine Wohltätigkeitsstätte aus, sondern wie ein Versuch, Eis, Geld und schlechtes Gewissen in eine geometrische Form zu zwingen. Anya bemerkte die zwei Schleusen knapp an der Wasseroberfläche. Sie beobachtete selbst im Halbdunkel, dass durch die eine Wasser angesogen wurde, durch die andere, die auch mit einem Gitter versehen war, Wasser herausfloss.
Anyas dunkelgrünes Kleid, das lag ruhig an ihr, mit der teuren Selbstverständlichkeit von Dingen, die nicht um Aufmerksamkeit baten, weil sie sie ohnehin bekamen. An ihrem Hals saß ein Collier aus Smaragden, so klar und kühl, dass es im Hafenlicht fast schwarz wirkte. Dazu Ohrringe, ebenfalls Smaragde, gefasst in Gold, lang genug, um bei jeder Bewegung einen winzigen, kontrollierten Lichtbruch zu erzeugen.
Ein dänischer Protokollmitarbeiter eilte ihr entgegen, jung, blond, zu freundlich und bereits leicht panisch. Anya zeigte ihm ihren Ausweis, woraufhin er etwas in sein Datenbrett tippte.
„Frau Amasowa?“
„Sie haben gerade meinen Ausweis kontrolliert.“
„Willkommen in Kopenhagen. Wir hatten Sie am Haupteingang erwartet. Ein Kollege wird sofort mit ihrer Zutrittskarte hier sein. Nach dem Empfang steht Ihnen die Präsentation offen, danach, weil es spät sein wird, die Suite 365.“
„Wie aufmerksam von Ihnen und der Suite.“
Er lachte, obwohl er noch nicht sicher war, ob das erlaubt gewesen war.
„Natürlich. Darf ich Sie begleiten? Die Delegation der sowjetischen Energiekommission ist bereits angemeldet. Wir haben Ihre Unterlagen für die Besichtigung der Energieffizienzpräsentation mit geschmackvollen dänischen Häppchen nach dem ersten Drittel vorbereitet.“
„Ich bin nicht wegen einer Präsentation hier.“
Der junge Mann erstarrte für einen kleinen, unbezahlbaren Augenblick.
Anya ließ ihn stehen, dann schenkte sie ihm ein Lächeln, gerade warm genug, um ihn nicht völlig zu beschädigen.
„Ich bin wegen Energieeffizienz hier.“
„Selbstverständlich.“
Er hielt ihr die Türe auf.
Im Inneren der Arena war die Wärme sofort da, aber nicht gemütlich. Sie war berechnet. Luftschleier an den Eingängen, verborgene Heizleisten unter weißem Holz, Glasgänge mit präzise eingestellter Temperatur. Das Gebäude verschwendete nichts, es inszenierte Effizienz. Anya bemerkte die Sensoren an der Decke, die Luftschlitze entlang der roten Wandpaneele, die ungewöhnlich schmalen Wartungsklappen, die nicht zu einem gewöhnlichen Arenabetrieb passten. Alles war schön genug, um sich nicht erklären zu müssen.
Das war immer verdächtig.
In Buchanan hatte Schönheit anders gelogen.
Dort war die Luft schwer gewesen, tropisch, grün, voller Mangroven und feuchter Versprechen. Menschen hatten Pressefreiheit gesagt, wenn sie Destabilisierung meinten. Sie hatten Unabhängigkeit gesagt, wenn sie Entkolonisierung und Aufstand meinten. Sie hatten gelächelt, während sie einander politische Zündsätze in Gläser mit Rum legten.
Kopenhagen war kälter und glatter, aber Lügen hatten überall denselben Puls.
Anya blieb einen Moment stehen. Unter ihr öffnete sich die Arena. Das Eis lag tief im Licht, weiß und rot gestreift, als hätte jemand die dänische Flagge flüssig gemacht und wieder gefrieren lassen. Auf den oberen Rängen saßen bereits die ersten Gäste. Helle Anzüge, helle Schultern, glänzende Schmuckstücke, graue Köpfe, junge Gesichter, die so taten, als verstünden sie die Welt, weil sie mit eingeladen worden waren.
Anya sah nicht zuerst auf das Eis, sie sah auf die Kameras, dann auf die Wachposten, dann auf die Türen, die nicht beschriftet waren, erst danach sah sie zur Eisfläche.
Die Kühlung war zu gut: Es gab Nebel über dem Eis, kaum sichtbare Luftverwirbelung, aber keine der kleinen Unsauberkeiten, die selbst modernste sowjetische Hallen verrieten. Die Fläche schien nicht gekühlt, sondern überredet worden zu sein, kalt zu bleiben.
Ein zweiter Protokollmann trat zu ihr, älter als der erste, mit einem Gesicht, das nach Ausschüssen, Empfängen und leiser Erschöpfung aussah. Er reichte ihr eine silberne Karte mit einem kleinen Bären darauf.
„Frau Amasowa, es ist uns eine große Freude. Die Zusammenarbeit zwischen der Stromberg-Stiftung, dänischen Behörden und internationalen Energiepartnern ist für uns von besonderer Bedeutung.“
„Bedeutung ist die Vorstufe von Ergebnis.“
Er lachte vorsichtig.
„Herr Stromberg lässt ausrichten, dass er Sie später persönlich begrüßen möchte. Man weiß in seinem Haus um das große Interesse der Sowjetunion an Energieeffizienz.“
„Die Sowjetunion interessiert sich für vieles, was stabil bleibt.“
„Natürlich.“
„Die dänische Regierung und das Königshaus zum Beispiel.“
Diesmal lachte er nicht.
Anya nahm ihm die Mappe ab, die er ihr hinhielt. Darin lagen Programm, Gästeliste, Sitzplan und eine kurze technische Zusammenfassung. Sie blätterte.
„Stromverbrauch reduziert um achtundvierzig Prozent gegenüber vergleichbaren Anlagen?“
„Geprüft von der Universität Kopenhagen und der Weltenergieorganisation.“
„Bei Salzwassernähe, offenem Hafenwind und Veranstaltungslast?“
„Die Architektur ist sehr fortschrittlich.“
„Ich bewundere ihre Architektinnen.“
Der Mann räusperte sich.
„Es handelt sich um ein neuartiges Zusammenspiel von Wärmerückgewinnung, Meeresfilterung und Lastverschiebung.“
Anya sah weiter in die Mappe.
„Lastverschiebung wohin?“
„Wie bitte?“
Sie hob den Blick.
„Wenn man Last verschiebt, muss es einen Ort geben, an den man sie verschiebt.“
Er sagte nichts.
Sehr gut, dachte Anya. Die erste Stelle, an der niemand log, weil niemand genug wusste, um lügen zu können.
„Die technische Präsentation findet nach dem offiziellen Empfang statt“, sagte er schließlich. „Aus Sicherheitsgründen nur für akkreditierte Teilnehmer. WEO, dänische Energiebehörde, ausgewählte Förderpartner und die fünf Großmachtdelegationen.“
„Die sowjetische Delegation ist schon im Gebäude?“
„Ja. Drei Herren von der Kommission für sozialistische Energiewirtschaft sind bereits in der oberen Lounge.“
Anya schloss die Mappe.
„Unionsbehörden. Ich spreche nur für Rosatom, die staatliche Nuklearorganisation der russischen Sowjetrepublik.“
Sie gab ihm die Mappe zurück und ging weiter, bevor er eine Antwort fand, die seiner Stellung nicht schadete.
Der Gang zur Hauptarena war aus Glas. Links der Hafen, rechts die Halle. Dazwischen lief roter Teppich auf hellem Holz, so sauber, dass Anya für einen Moment an einen Operettensaal der dänischen Nationaltheater dachte. In regelmäßigen Abständen hingen weiße Felle an den Wänden, gehäutete Eisbären. Symbolisch war es eine scharfe Ansage: gezähmte Arktis, an eine Wand genagelt, damit reiche Menschen sich nicht vor der Kälte fürchten mussten.
Am Ende des Glasgangs stand Ravn.
Eisweißes Kostüm, streng zurückgebundes Haar und keine Bewegung zu viel. Ravn war eine Frau, die nicht wartete, sondern Menschen den Eindruck vermittelte, sie seien verspätet, sobald sie in ihre Nähe kamen.
Anya verspürte eine unmittelbare Antipathie. Das war nützlich, denn Sympathie vernebelte oft die Details.
„Frau Amasowa“, sagte Ravn. „Willkommen.“
„Sie sind?“
Sie reichten einander nicht die Hand. Beide bemerkten es. Beide entschieden, es nicht zu erklären.
Ravn sah kurz auf Anyas Collier.
„Signe Ravn, Projektmanagerin der heutigen Veranstaltung. Smaragde sind eine mutige Wahl für einen Abend über die Meere.“
„Ich wollte nicht als Eisberg kommen.“
„Das hätte sicher ebenfalls Eindruck gemacht.“
„Eindruck ist kein Ziel, nur ein Nebeneffekt.“
Ravn lächelte.
„Dann passen Sie gut zu diesem Abend. Denn es geht um den Schutz der Ozeane in globaler Verantwortung.“
„Verantwortung ist ein schönes Wort. Es klingt nach Macht, die sich gekämmt hat.“
„Wir bemühen uns, Macht hier nicht in den Vordergrund zu stellen. Aber wir sind nicht so naiv anzunehmen, die Meere würden sich selbst reinigen und kühlen können. Ihre Anmeldungsunterlagen nennen Energieeffizienz als Hauptinteresse“, sagte Ravn.
„Das ist korrekt.“
„Die sowjetische Energiekommission prüft also nur, ob unsere Kühltechnik für größere maritime Anlagen interessant sein könnte?“
„Offiziell.“
„Und inoffiziell?“
Anya sah durch die Glaswand auf die Eisfläche hinunter. Auf der anderen Seite der Arena stand Ilya Rozanow an einer Balustrade, ein Glas in der Hand, den Blick zu lange auf das Eis gerichtet.
Anya kannte Männer, die Eis nur als Bühne verstanden. Ilya gehörte nicht dazu.
„Inoffiziell“, sagte sie, „interessieren mich Menschen, die bei Wohltätigkeitsveranstaltungen Sicherheitsbereiche sicher halten können.“
Ravn wandte den Kopf nicht. Aber ihr Schweigen veränderte sich.
„Sie werden feststellen, dass es in einem Gebäude dieser Größe viele Bereiche gibt, die für Gäste nicht zugänglich sind.“
„Natürlich verstehe ich das. Es gibt Küchen, Technikräume, Personalwege wie in einem sowjetischen Atomkraftwerk.“
Für einen Augenblick standen sie nebeneinander und blickten hinunter in die Halle. Ravns Anspannung war gestiegen, aber die Maske blieb bruchlos. Unten wurde ein Kamerakran ausgerichtet. Kinder in Kostümen, die Meeresgras darstellen sollten, warteten am Rand des Eises. Ein Mann mit Kopfhörer gab Zeichen. Auf dem Videoring liefen Bilder von Ozeanen, dann von Eis, dann von Strombergs Stiftungssignet.
Anya bemerkte einen kurzen Sprung im Bild.
Nur ein einzelner Ruck. Keine Störung, die jemand gemeldet hätte. Aber für eine Frau, die gelernt hatte, dass Technik nur dann versagte, wenn Menschen zu faul waren, Ursachen zu suchen, war es genug.
„Die Bildregie kalibriert noch“, sagte Ravn.
„Das ist sehr umsichtig von der Bildregie.“
Ravn sah sie jetzt direkt an.
„Herr Stromberg hofft, dass die sowjetischen Gäste den heutigen Abend als Zeichen internationaler Zusammenarbeit verstehen. Genauso wie die Delegationen aus Japan, Britannien, Frankreich und dem Osmanischen Reich.“
„Herr Stromberg hofft sicher sehr vieles.“
„Und Moskau?“
Anya lächelte.
„Moskau hofft nie. Moskau vergleicht.“
Da trat hinter ihnen Musik ein: Streicher, die Vivaldis Winter einspielten. Die ersten Gäste wurden in Richtung der Sitzbereiche geführt. Ravn wandte sich mit der perfekten kleinen Neigung des Kopfes ab, die ein Gespräch beendete, ohne es beenden zu müssen.
„Ich lasse Sie zur sowjetischen Loge bringen.“
„Nicht nötig, ich finde unbegleitet meinen Weg.“
Anya ging, bevor Ravn sie aufhalten konnte, die Treppe hinunter in Richtung des unteren Umlaufs.
Dort roch die Arena anders. Weniger Parfum, mehr Eis. Weniger Grog, dafür mehr Strom. Durch eine halb geöffnete Servicetür sah sie drei Männer in grauen Arbeitsjacken, die eine flache Metallkiste auf einem Wagen schoben.
Anya blieb nicht stehen. Stehenbleiben zeigte Interesse. Sie ging langsamer. Der Wagen verschwand hinter einer Tür mit dem neutralen Schild:
WARTUNG NORD / PERSONAL
Der Kartenleser daneben war nicht der gleiche wie an den anderen Türen.
Anya legte die Hand kurz an ihr Smaragdcollier und drehte einen Stein zwischen zwei Fingern. Von außen wirkte es wie eine Eitelkeit. Der mittlere Stein saß nicht ganz fest, weil er nicht nur Stein war.
Ein winziger Sender darin nahm den Abstand zur Tür auf.Dann hörte sie eine Stimme hinter sich.
„Sie sind weit vom Empfang entfernt.“
Anya drehte sich um.
Dr. Kasper Lind stand am Rand des Ganges.
Sie kannte sein Gesicht aus einer Akte, die offiziell nicht existierte und inoffiziell schlechte Fotos enthielt. Dänischer Nuklearphysiker, der seit fünf Jahren nicht mehr an der Universität lehrte.
Er sah nicht aus, als hätte er sie gesucht. Er sah aus, als sei er vor etwas anderem geflohen und dabei auf sie gestoßen.
„Ich genieße das beeindruckend effiziente Gebäude“, sagte Anya. „Man lernt dadurch seine Geheimnisse besser kennen.“
„Dieses Gebäude hat keine Geheimnisse.“ Linds Antwort kam schnell und scharf. „Und es ist Privatbesitz, etwas, das Ihnen Respekt abnötigen sollte, nicht Herumschnüffelei in nichtöffentlichen Bereichen.“
Er sah zur Wartungstür, dann zurück zu ihr, dann über seine Schulter zurück zu dem Treppenaufgang, den er heruntergeeilt war. Seine Augen waren schnell.
Anya trat einen Schritt näher.
„Anya Amasowa, Rosatom, sehr erfreut Sie kennenzulernen, Herr…?“
„Lind, Dr. Kasper Lind. Und ich gebe zu, dass ich kein Interesse habe, mit Kommunistinnen zu sprechen.“
Lind atmete ein. Er wollte noch etwas sagen. Dann sah er über Anyas Schulter hinweg. Anya drehte sich nicht um. Menschen verrieten sich oft mehr durch das, was sie hinter einem sahen, als durch das, was sie vor einem sagten.
Seine Hand ging kurz zur Innentasche seines Jacketts. Nicht zu einer Waffe, zu einem Gegenstand. Rund? Flach? Klein genug für eine Tasche. Anya merkte sich die Bewegung. Könnte es ein Flachmann sein? Dann zwang Lind seine Hand wieder hinunter.
Für einen winzigen Moment war da keine Diplomatie, keine Angst vor Ravn, keine Angst vor Stromberg, keine Angst vor Moskau. Nur ein Mensch, der etwas begriffen hatte, das zu groß war, um noch sauber zu bleiben.
„Sie und Ihre Genossen verstehen genausowenig wie Stromberg!“, sagte er, bevor er schnell ging mit der steifen Beherrschung eines Mannes, der sich verboten hatte zu laufen.
Anya blieb im Gang stehen.
Hinter ihr öffnete sich eine Tür. Zwei Sicherheitsleute kamen aus dem oberen Treppenhaus. Sie sahen nicht zu Lind. Sie suchten ihn.
Anya trat in den Lichtkegel einer Wandinstallation, als hätte sie dort nur die Linien der Architektur bewundert. Die Smaragde an ihrem Hals fingen rotes Licht und gaben es grün zurück.
Einer der Sicherheitsleute nickte ihr zu. Anya sah ihnen nach, dann wieder zur Wartungstür. Offiziell war sie wegen Energieeffizienz hier. Inoffiziell hatte Stromberg möglicherweise etwas gebaut, das Sicherheitsleute nervös machte, Physiker reizte und eine Eishalle mit einem minimalen Gezeitenkraftwerkchen und Plastiksammler zu kalt hielt.
Das genügte Anya fürs Erste. Sie kehrte in Richtung Hauptarena zurück. Auf halber Treppe sah sie Shane Hollander unten an der Bande stehen. Schön, kontrolliert, schon jetzt von Kameras umgeben. Auf der anderen Seite des Eises stand Ilya Rozanow, der nicht zu ihm sehen wollte und es trotzdem tat.
Anya blieb kurz stehen. Manchmal war Technologie der falsche Eingang in eine Geschichte, manchmal war es Begehren. Sie lächelte, den testosterongesteuerte Eishockeyspieler würden keine Herausforderung für sie darstellen, wenn es nötig wäre.
Kopenhagen hatte sich nicht verteidigt gegen Smaragde und bezauberndes Lächeln.

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Apr 29, 2026 11:53 by Scarlett Allen

I really loved how you built that cold, almost suffocating atmosphere in Copenhagen—the small details in the setting made the tension feel so real and immersive. It left me wondering though, are you planning to reveal more about what’s actually driving the events behind the scenes, or keep it mysterious a bit longer?

Apr 29, 2026 18:30 by Racussa

The secret will be revealed, but not deactivated in chapter 13 ;-) Thank you for your encouraging comment. I will try to publish chapter for chapter day by day.

The world is not enough.